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 Markus, der Blitz-Schüler!

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Markus, 39 Jahre, aus Berlin, 95kg weil fast 2m groß - soweit die Daten. Schon am Telefon extrem aufgeregt so ein Rad ausprobieren zu wollen, hatten wir uns mal wieder an der O2-World verabredet.

Zuvor hatte ich noch einem Interessenten aus Österreich das Fahren beigebracht und Markus sollte eigentlich danach kommen - kam er aber nicht. Er war schon 1 Stunde früher da... Er schaute uns eine Weile zu, da aber der andere Schüler auch Markus drängelndes Interesse bemerkte, lies er ihm den Vortritt...

Markus hatte sein Rad übrigens schon bestellt, ein Rockwheel GP14, die getunte Version. Doch geübt wurde erst mal auf dem Airwheel X3. Markus hatte bei dem anderen Fahrer bereits gesehen, dass man fahren kann und dachte sich, einfach rauf und los...und genau das tat er und fuhr ca. 5 Meter bevor er das Rad schmiss.

Ich war erstaunt, dass er überhaupt so weit kam. Wir haben dann erst mal sein Rad ausgepackt, weil das Airwheel X3 für 95kg doch etwas knapp bemessen schien und das GP14 viel stärker ist.

Markus brauchte man nicht lange an die Hand nehmen, nach wirklich 5 Minuten fuhr er von allein, nicht besonders sicher - aber allein. Und das ist kein Witz! 5 Minuten! Und er hatte das vorher noch nie gemacht. Na gut, das ist sicher nicht die Regel. Jedenfalls übte er allein weiter, ich sah nur noch zu. Wir hatten auf dem großen Parkplatz neben der O2-World genug Platz und keiner störte uns. 

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Was Markus jedoch noch nicht gelernt hatte, war das Aanhalten irgendwie. Er raste jedenfalls auf einen Bordstein zu und wusste nicht weiter und schmiss das Rad auf den Rasen hinter dem Bordstein und hatte sich leicht gepackt, war auch tierisch erschrocken und musste erst mal eine rauchen - ohne mich allerdings, denn ich rauche nicht :-)

Es verging kaum eine Kippen-Länge und Markus war sofort wieder einsatzbereit. Ich riet ihm, sofort das Tempo zu verringern, wenn er das Gefühl hat, das Rad nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Viel Anfänger fahren am Anfang gleich viel zu schnell, weil es solchen Spaß macht, aber das geht oft nicht gut. Nun waren weitere 20 Minuten vergangen, Markus konnte schon richtig gut fahren, auch Kurven waren beachtlich gut, nur das Aufsteigen ging noch nicht ohne festhalten. Also hieß es eine Runde Aufsteigen üben.

Und jetzt der Knaller: Es waren insgesamt vielleicht 35 Minuten vergangen und Markus sagte "Ich kann jetzt und würde gern nachhause fahren. Behältst Du den Karton und die Stützräder? Ich brauche beides nicht!" - Ich war erstaunt und sagt nur "..ja, ja kein Problem..aber willst Du wirklich..." - Er erwiderte "Na klar, kein Problem". Dann verabschiedete er sich und fuhr mit dem Rad zur S-Bahn.

Ich schaute noch hinterher und hoffte, dass er nicht irgendwo in der Ferne "crashed", aber alles war gut. 

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Später rief mich Markus an und berichtete, wie "geil" sich das Rad fährt und wie toll er es schon kann. Tja, so einen Blitz-Schüler wünscht man sich mal wieder :-)

1111_4Ja und was lernen wir daraus? Nicht nur ganze junge Fahrer können extrem schnell lernen, sondern auch Leute die auf die 40 zugehen. Nicht, dass mich jemand falsch versteht, 40 ist nicht alt. Unser ältester Fahrer ist bereits 76 (2015). Aber für solche einen Lernprozess, der quasi Fahrrad-Fahren gleich kommt, ist jedes Jahr, dass man sich weiter vom Kind entfernt nicht unbedingt zuträglich. Aber man sieht ja: das alles muss nicht immer etwas bedeuten. Dazu kam, Markus ist ein sehr risikofreudiger Fahrer und wollte es unbedingt wissen und ob er fallen würde oder nicht, war ihm völlig egal. Das nenne ich mal mutig! Und: Der Mut wurde ja letztendlich belohnt. Nun will Markus noch das passende Rad für sein Freundin finden.

Ich wünsche viel Erfolg! (FF Red.)

 

Polizeikontrolle

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auf dem Flug-

hafen BBI!

Vielleicht kennt ja der ein oder anderen unseren tollen Flughafen BBI, riesige Plätze, große Parkhäuser, leere Gebäude. Eine Stadt ohne Menschen könnte man fast sagen - wenn - ja wenn wir da nicht ab und zu wären oder eben andere Skater oder Typen, die sich dort mit ihren vermeintlich getunten Autos treffen, bis sie die Bundespolizei verjagt.

Nun gut, wir waren jedenfalls wieder mal da, es war noch ziemlich kalt und schon dunkel. Ich hatte diesmal mein Firewheel dabei und meine Freunde waren mit Rockwheel GR16 und 

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Rockwheel GP14 unterwegs. Wir haben viel herumprobiert, denn die Vorplätze sind gut beleuchtet und es macht Spaß um die Pfeiler zu fahren oder Weg und Gänge oder auf den riesigen Plätzen. Ist ja schliesslich alles leer.

Thomas und ich hatten gar nicht bemerkt, dass David plötzlich weg war und wir beschlossen ihn zu suchen. Also ab über den Vorplatz, entlang der Strasse, die doch eher schlecht beleuchtet war. Mein Firewheel hatte zwar Licht, aber eine Taschenlampe habe ich trotzdem immer in der Hand. Das Rockwheel GP14 hatte natürlich gar kein Licht. Und ich bemerkte ein Fahrzeug hinter uns - und natürlich - es war die Polizei. Und sie fuhren natürlich langsamer neben uns, die Scheibe des Beifahrers ging 

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herunter und der Satz "Können Sie bitte mal anhalten...." - wir stoppten und es kam die Aufforderung "Führerschein und Fahrzeugpapiere mal bitte..." - zwei Sekunden Stille - dann lacht der Polizist und sagt: "Wir wollten das nur mal sehen, wie funktioniert denn das?".
Tja wir haben alles erklärt und die beiden Beamten waren sehr fasziniert, kein Wunder, auf einen leeren Flughafen aufzupassen, ist sicher nicht so richtig spannend. Nach einiger Rederei, fragte ich "Wollen Sie mal probieren?", der Polizist guckte lachend seinen Kollegen an "..soll ich?" - "Mach doch, ich steig da aber nicht drauf..". Gesagt getan. Ich hielt seine Hand und wir fuhren einmal um das Polizeiauto herum und der junge Kollege war tota
l begeistert. Anschließend fanden die beiden, dass das doch ein tolles Gerät für den Flughafen wäre, mit dem Auto käme man ja schlecht in die Hallen oder auf die kleinen Seitenwege. Tja, fanden wir auch. 

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Wir sind total dafür, dass die Polizei damit herumfährt und ich würde es den Beamten sogar gern beibringen wollen. Aber danach gehts ja leider leider nicht, wie wir wissen. Ich habe den freundlichen Herren dann noch eine Visitenkarte gegeben, damit sie sich die Videos auf Youtube anschauen können. Dann haben sich die Beamten freundlich verabschiedet und wir haben weiter David gesucht. Das war  eine wirklich tolle Begegnungund ich gebe zu, doch erst etwas Angst gehabt zu haben, was die wohl tun würden. Also ein echter Geheim-Tipp für alle Wheel ist offensichtlich der Flughafen BBI. Wir waren dort ja schon ziemlich oft. Es gibt Licht, große Flächen und jede Menge Platz. 

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Allerdings wird es streng genommen sicher nicht erlaubt sein. Doch auch ganz allgemein um sich den Flughafen mal anzuschauen, solange er noch leer ist, ist es ein toller Ausflug und mit dem Rad und auch für alle, die tolle Fotos mit oder ohne Einrad schiessen wollen. Auch die Parkhäuser sind klasse um die Steigungen zu testen. Zwar sind dort eigentlich überall Kameras, aber zumindest als wir dort waren hat es entweder keinen gestört, oder aber wir wurden gar nicht gesehen. Wer weiß das schon so genau. Und überhaupt vergisst man dort total, dass das eigentlich ein Flughafen sein soll oder werden soll.  

 

FF (Redaktion)

 

 

  Mein erstes Rockwheel 

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Ja, mein erstes Rad war ja ein Airwheel, daher mein erstes Rockwheel, obwohl ich ja nur eins habe. Damals war der Markt noch recht neu, alle Räder waren irgendwie wie ein Airwheel, aber eher schlechter.

Das Airwheel X3 mag ich wirklich sehr. Aber für weite Strecken, wenn ich zum Baden fahre, ist es mir einfach zu langsam, weil ich dann 30 Minuten bis zum Wasser bräuchte. Da habe ich plötzlich die Rockwheels auf Youtube entdeckt. Die machten damit wahnsinnige Sachen, sehr schnell und bewältigt sehr steile Aufstiege. 

Konnte das wahr sein? Ich habe umgehend versucht das Rockwheel zu bestellen. Geld war raus, aber die Lieferung....naja..6 Wochen später. Kam eben direkt aus China, und ich musste ordentlich Zoll nachbezahlen. Leider gab es damals keinen deutschen Händler. 

Tja, das Ding war da - auf dem Zollamt in Berlin, abends - und ich konnte erstmal kräftig nachzahlen. Auf dem Hof bin ich gleich noch die erste Runde gefahren, natürlich haben alle geguckt was das ist, aber das war ich ja schon gewohnt. 

Doch gleich am nächsten Tag bin ich bin direkt auf einem Rasen-Sand-Weg aufgestiegen und es fuhr total geschmeidig los. Gras oder Hügel, alles gar kein Problem. Das kannte ich so vom Airwheel natürlich. Doch war es wirklich schneller? 

Mir kam es gar nicht so vor. Das Getriebe übrigens hat mich irgendwie nie gestört, die Strasse war sowieso so laut, dass man das nie gehört hat. Also ab aufs Tempelhofe Feld, Bild2bewaffnet mit der "Sony Action Cam", die ja GPS hat und meine Geschwindigkeit zu jeder Zeit erfasst. Ich habe tatsächlich Skater überholt und wusste, dass Ding muss schnell sein. Doch die Auswertung erfolgte erst zuhause am PC. Siehe da: über 20 kmh! Das kannte ich bis dahin nicht. 

Heutige Rockwheel schaffen ja sogar schon 25-30 kmh. Aber das ist schon echt schnell und auch gefährlich ohne Schutzkleidung. 

Ja und im Sommer geht`s nun immer zum Baden an den See mit dem Rockwheel, direkt über die Badewiese ans Wasser.

Dass natürlich alle Leute gucken, muss ich ja nicht erwähnen... Doch ich hau mich dann schnell ins Wasser und lass die Leute gucken. Ich brauche übrigens 10-15 Minuten. Ein schöner Trip, wenn es so extrem heiß ist. Und alle 

Dsc_7733-klLeute, die ich treffe, lächeln mich an, vor allem die Radfahrer unterwegs, die mich immer ganz ungläubig, aber freundlich interessiert anschauen.

Besonders toll war es übrigens auf Usedom, denn hier enden die tollen Strandpromenaden ja auch gern mal im Wald oder gerade auf der polnischen Seite sind die Wege noch sehr durchwachsen, weshalb das Rockwheel dort oft die bessere Wahl ist.

Auch diesen Sommer werden wir dort ganz sicher wieder jede Seebrücke mindestens einmal befahren und jede Mengen Leuten geduldig erklären, womit wir hier eigentlich unterwegs sind und wie das funktioniert und warum es keinen Lenker hat :-)

FF (Redaktion)

 

 

 

 

   Airwheel X3 - mein treuer Begleiter

 

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Mein erstes Wheel, vermutlich wie bei vielen, war ein Airwheel X3. Heute werde ich oft dafür belächelt. Aber tatsächlich ist es ein gutes Rad. Ja, mag sein, es hat "nur" 350 Watt. Aber für meine 60kg ist das gar kein Problem und auch mein Bekannter mit 85kg fährt auch heute noch darauf rum und macht seine Tricks.

Im Laufe der Zeit muss ich sagen, dass mich das Airwheel X3 nie im Stich gelassen hat. Es haben schon viele Leute drauf geübt und musste viele Stürze hinnehmen - nie von mir übrigens.

Wir haben viele Touren gemacht und das Airwheel hat viel "gesehen", tolle Touren durch Berlin und an der Ostsee und in Polen. Recht bald kam dannBild2 mein Rockwheel, klar, das ist schneller und cooler irgendwie. Aber mein kleines 14 Zoll Airwheel fährt sich immer sofort total sicher und ich fühle mich wohl drauf. Ich hab es stets im Auto dabei und setze es immer noch sehr gern ein. In der Stadt muss man nicht besonders schnell sein, denn auf den Fußwegen ist man mit dem Airwheel oft viel langsamer unterwegs, als man könnte. Das liegt vor allem an den Fußgängern. Gleichzeit ist es schön leicht und ich kann es bequem tragen.

Die einzigen Grenzen sind Kopfsteinpflaster. Das macht keinen so großen Spaß, auch wenn es natürlich möglich ist. Da muss dann doch das Rockwheel her.

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Aber das Airwheel ist eben auch so schön leise und fällt nirgends auf. Ich bin schon mehrfach durch Shopping-Center und wurde nie angesprochen.

Also Leute - wenn ihr ein Airwheel X3 habt, lernt es zu schätzen. Es ist immer noch ein gutes Rad und wird es auch bleiben. Es ist zuverlässig und scheint echt robust zu sein.

FF (Redaktion)

 

 

 

Stacia wieder mobil....

Wer ist überhaupt Stacia? Doch von vorn. Ich bekam eine Anfrage einer jungen Frau, die aus den USA nach Berlin gezogen ist. Sie hat ein verletztes Knie, besser gesagt, sobald sie ihr Knie bewegen muss, tut es ihr richtig weh. Daher kann sie weder Fahrrad fahren noch, noch weite Strecken laufen, eben alle Bewegungen, bei denen sie ihr Knie stärker beugen muss.

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Und ihre -für mich zunächst verrückte Idee- war, sich "einfach" auf ein Einrad zu stellen, und dann durch die Gegend zu fahren. Na gut dachte ich, das wird sowieso nichts. Wie sollte sie denn aufsteigen oder flexibel bleiben während der Fahrt? Ich hatte noch vorsichtig nach ihrem Gewicht gefragt und auch nach der Größe. So wusste ich, dass sie gerade mal 58 kg wiegt und auch nicht besonders groß ist, vielleicht 1,70m oder 1,72m. 

Ich hatte mich mit ihr verabredet, mein IPS A130 eingepackt, denn genau das wollte sie nämlich, und liess die Sache auf mich zukommen. Unser Treffpunkt an der O2 World war ideal zum Üben und natürlich kam Stacia nicht allein, sondern mit Ihrer Mutter. Da waren nun Stacia aus Seattle, samt Mutter aus Colorado, die allerdings nur zu Besuch war.

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Beide sehr herzlich und sehr nett - und Amerikaner sind ja sowieso immer irgendwie cool - versuchte ich nach bestem Wissen und Gewissen englisch zu sprechen. Zunächst suchten wir eine Wand an der O2 World und gerade als sie aufsteigen wollte, klopfte es von der Seite an der Scheibe und wir bemerkten, dass wir den Ticketschalter "belegt" haben. Gut, also Umzug zum nächsten Pfeiler.

Der erste Aufstieg - ich hab irgendwie mit dem Schlimmsten gerechnet - aber sobald sie drauf stand, war es viel besser als erwartet. Klar, sie hat die ersten Minuten noch etwas gezuckt und gewackelt, aber alles in allem, war es ein super Start. Dann haben wir sie zunächst beide links und rechts unterstützt und ab über den Platz.

Stacia war total happy und hatte gar keine Angst. 20 Minuten später und Stacia brauchte nur noch die Unterstützung ihrer Mutter, ich konnte mich quasi entspannen. Ich habe mein Airwheel geholt und dann die beiden immer umkreist. Stacia hat dann kurzfristig entschieden, das A130 sofort kaufen zu wollen, allerdings in pink. Das Gerät habe ich umgehend bestellt und Stacia das Übungs-A130 erstmal ausgeborgt.

Gegen Abend kam schon die erste SMS: "We just completet our first trip to go to get pizza. This wouldnt have been possible for me otherwise". Da war ich natürlich total happy, dass ich für sie mehr getan habe, als nur ein Rad zu verkaufen. 

Und noch später in der Nacht kam die nächste SMS "battery dead...." Also nochmal los, und das Ladeteil vorbeibringen.


Tja und 2 Tage später hat sie ihr pinkes A130 bekommen und kann endlich Berlin erkunden, ohne in teuren Taxis fahren zu müssen. Es ist also oft mehr möglich als man denkt. Wenn ihr Stacia trefft - grüßt sie von mir :-) FF (Redaktion)